Studieren in Corona-Zeiten

Wir haben bei den forstlichen Hochschulen nachgefragt, wie bei ihnen „Studieren in Zeiten von Corona“ funktioniert. Die Zusammenstellung der Antworten findet sich auf unserer Website.

Das Sommersemester hat wohl überall begonnen, allerdings dürfen die Studierenden die Hochschulen nicht betreten, Vorlesungen finden digital statt, es gibt asynchrone- und neue Lehrformate wie Screencasts, Lehrvideos, gemeinsame Projektbearbeitung auf digitalen Plattformen und Video-Konferenzen, Skripte und begleitend interaktive online-Konsultationstermine. Exkursionen und Übungen finden in Kleingruppen von zwei Personen statt… Die Hochschulen waren in kürzester Zeit sehr innovativ!

Diese neuen Lehr- und Lernformen möchten wir mit den Betroffenen – Studierenden, DozentInnen, BetreuerInnen – diskutieren: Was ist gut? Was funktioniert weniger gut? Was sollte auch nach Corona beibehalten werden? Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung!

 

4 Gedanken zu „Studieren in Corona-Zeiten“

  1. Die Herausforderungen waren groß und die Einschränkungen sind und waren weitreichend und kamen dann doch auch ziemlich schnell für alle. Aber das gilt ja für alle Lebensbereiche. Insgesamt hat die Umsteuerung auf digitale Formate recht zügig geklappt. Optimal ist das natürlich nicht in einem Studiengang Forstwirtschaft, der auch von vielen praktischen Elementen geprägt sein sollte. Die wichtigen Übungen im Gelände bleiben eben teilweise auf der Strecke oder sind zumindest nicht in der erforderlichen Qualität möglich. Ebenso schade ist, dass Exkursionen ersatzlos gestrichen werden mussten. Die sind ja oft das Salz in der Suppe. Ich hoffe auf baldigen Normalbetrieb. Der ungewollte Digitalisierungsschub wird sicher trotzdem einen Mehrwert haben. (Matti, Göttingen)

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  2. Corona war schon ein ziemlicher Schub für die Digitalisierung im Studium. Die Umsetzung ist oft einigermaßen gut gelungen, manchmal leider weniger gut. Es hängt sehr vom Engagement der Professor*Innen ab. Meistens sind es Videokonferenzen als Ersatz für Vorlesungen und Seminare. Ich würde sagen: wer gute reale Vorlesungen hinkriegt, schafft das auch online ganz gut. Schlechte Vorlesungen bleiben leider auch online schlecht. Einiges könnte man mit Erklärvideos anreichern. Aber die sind natürlich nicht für alle Themen so schnell verfügbar. Bei der Online-Didaktik gibt es also noch Luft nach oben!
    Ich vermisse die praktischen Übungen im Wald!😢 Aber das lässt sich nun mal leider nicht ändern…
    Naja…und das Studentenleben bleibt leider auch etwas auf der Strecke. Ebenso die Finanzierung durch weggefallene Nebenjobs. Aber es macht trotz allem noch großen Spaß!

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  3. Gerade im Forststudium sind Exkursionen ja unverzichtbar. Das war/ist meiner Meinung nach die größte Herausforderung. Auch wenn es jetzt irgendwie mit digitalen Formaten hingebogen wird, fehlt doch dieser sehr elementare Bestandteil. Ein gutes Beispiel sind die Bodenprofile, die man jetzt zwar digital gesehen hat, allerdings nicht wirklich eine Ahnung hat, wie eine ordentliche Profilansprache ablaufen muss. Allerdings ist das ja nur ein Beispiel, auch Waldbau, Verfahrenstechnik, … bleiben hierbei, praktisch zumindest, auf der Strecke. Wie auch in Göttingen wurden an der TUM Exkursionen gestrichen, allerdings gibt es meines Wissens zum Großteil hierfür einen „Ersatz“, beispielsweise in Form einer Studienarbeit (die eine Exkursion natürlich nicht wettmacht, aber immerhin einen Leistungsnachweis liefert).
    Als ganz großen Vorteil sehe ich aber die große Kreativität im Umgang mit der Online-Lehre. Sei es über interaktive Moodle-Kurse oder eine neu umstrukturierte Vorlesung. Die Flexibilität, die nun an den Tag gelegt wird, und auch die Möglichkeit Vorlesungen zu einem gewünschten Zeitpunkt zu streamen, erleichtert vieles.
    Problematisch dabei ist aber doch sehr häufig: Ach, das schau ich dann eben morgen… Aber jeder ist seines Glückes Schmied, etwas Selbstständigkeit kann doch vorausgesetzt werden. Wie bereits von Eva erwähnt schwankt die Qualität der Vorlesungen natürlich enorm, je nach Dozent.
    Im Großen und Ganzen denke ich: Die aktuelle Überbrückung ist relativ gut gelungen, auf Dauer ist das aber keine Lösung.
    – Dominik, TUM

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